Leitgedanken zum Kompetenzerwerb (Text aus dem Bildungsplan 2004 für Realschulen)  

Die Berufsorientierung nimmt in der Realschule eine zentrale Funktion auf dem Weg zur Berufswahlreife der Schülerinnen und Schüler ein. Projektorientierte Arbeitsformen fordern und fördern neben den fachlichen Kompetenzen die für diesen Prozess unerlässlichen sozialen, personalen und methodischen Kompetenzen in besonderer Weise.

An der Schule vor Ort werden in den schulischen Gremien und in Arbeitsgruppen die schulspezifischen Grundsätze, die spezifische BORS-Konzeption, Zuständigkeiten und Zeitfenster für die Jahresplanung festgelegt.  Im Rahmen des Themenorientierten Projekts BORS planen die Schülerinnen und Schüler im Team Vorgehensweisen zur Erlangung persönlicher Berufswahlkompetenz, legen Fixpunkte fest und erarbeiten sich selbstständig einen Überblick über zentrale Gesichtspunkte der Berufs- und Arbeitswelt. Hierbei hinterfragen sie geschlechtsspezifische Zuordnungen von Berufen und erkennen die Bedeutung eigenverantwortlicher Berufswahlentscheidungen. Bei den einzelnen Projektschritten werden sie von den Lehrkräften beraten und unterstützt.

Das Einbeziehen der Eltern, der Arbeitsverwaltung, außerschulischer Partner, wie auch der Kontakt zu ehemaligen Realschülerinnen und Realschüler öffnet das Thema und schafft Raum für selbstständige Kontaktaufnahmen, Erkundungen und Befragungen. Die Lehrkräfte sind regelmäßig im Dialog mit außerschulischen Experten aus Betrieben, Behörden und den auf der Realschule aufbauenden Schulen. Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren den gesamten Prozess der Berufsorientierung in einer individuellen Projektmappe. Sie reflektieren ihre Projektphasen, ihre beruflichen Ziele und Vorstellungen vor dem Hintergrund der erworbenen Erfahrungen und Kompetenzen. Dadurch erhalten sie Stärkung für ihre beruflichen Vorstellungen oder können systematisch Alternativen entwickeln und sich neu orientieren.