Seit dem Schuljahr 2004/2005 werden an der Realschule Ochsenhausen den Schülerinnen und Schülern systematisch Lern- und Arbeitstechniken vermittelt.
Im Laufe des Schuljahres findet an 10 so genannten „Methodentagen“ kein Fachunterricht im 45-Minuten-Takt statt, sondern eine verantwortliche Lehrerin oder ein Lehrer erarbeitet mit der Klasse an diesen Tagen jeweils in indiduell abgestimmeten Zeiträumen eine bestimmte Lern- und Arbeitsmethode.

Alle Lehrerinnen und Lehrer einer Jahrgangstufe können die gleichen Grundlagenmaterialien verwenden, um sicher zu stellen, dass alle Schülerinnen und Schüler den gleichen Ausgangspunkt haben. Im Laufe der kommenden 6 Wochen greifen dann die Fachlehrer, soweit dies möglich ist, diese Lern- oder Arbeitsmethode in ihrem Fachunterricht auf. Die Schülerinnen und Schüler sollen auf diese Weise, nach einer systematischen Einführung in eine Methode, die Möglichkeit erhalten, diese Methode in allen Fächern, in denen es möglich ist, anzuwenden.
Neben den Grundlagenmaterialien, die verbindlich sind, können die Lehrerinnen und Lehrer auf weiteres Material, das sich in der Erprobung als gut und sinnvoll erwiesen hat, zugreifen. Daneben werden die Kolleginnen und Kollegen dann noch Arbeitsmaterialien einsetzen, die die Verknüpfung der Methode mit ihrem Fach aufzeigen.

In Form eines Curriculums erwerben die Schüler im Laufe ihrer Schulzeit eine systematisch Methodenkompetenz folgenden 3 Bereichen:

• Informationsquellen nutzen
• Darstellen, Dokumentieren und Präsentieren
• Lernen lernen

Die RSO bietet mit der Umsetzung dieses Methodencurriculums ein zielgenaues, realisierbares Projekt im Rahmen der Schulentwicklung an, welches beispielhaft für die Realschulen Baden-Württembergs ist und mit dem an der Schule in den vergangenen Jahren hervorragende Erfahrungen gemacht wworden sind.

Alle Lehrerinnen und Lehrer spüren deutlich die Erfolge, die eine kontinuierliche Umsetzung des Methodencurriculums in den Klassenstufen 5 bis 8 mit sich bringt. In den letzten Schuljahren sind die RSO-Schüler deutlich sicherer in allen Techniken der Dokumentation und Präsentation geworden. Das gesamte Material, das die Schülerinnen und Schüler an den Methodentagen erarbeiten, wird in einem weißen Ringbuch gesammelt und laufend ergänzt. Das systematische Lernmethodentraining soll die Hausaufgaben mit einbeziehen.

Größter Dank für die Entwicklung und Umsetzung des Methodencurriculums an der RSO gebührt in erster Linie Frau Emmerling, die am Ende des Schuljahres 2014/15 in den Ruhenstand ging. Frau Emmerling hat mit ihrer Arbeit dem Kollegium vieles erleichtert! Es ist zu hoffen, dass dieser wichtige Schwerpunkt der unterrichtlichen Arbeit nicht an Bedeutung verliert.