Die Realschule Ochsenhausen legt sehr großen Wert auf die Umsetzung moderner und sehr professioneller Beratungskonzepte für Schülerinnen und Schüler.  Seit dem Frühjahr 2010 gibt es die Schulsozialarbeit in Ochsenhausen. Schwerpunkte der Arbeit sind:

Einzelfallhilfe, Beratung und Streitschlichtung

Die Einzelfallhilfe bildet nach wie vor den Schwerpunkt und nimmt den umfangreichsten Teil der Tätigkeit ein. Hierbei handelt es sich um den direkten Kontakt in Form von mehreren Gesprächen mit der zu beratenden Person und ggf. Eltern, Lehrer, Rektor oder Jugendamt und daraus folgenden Absprachen und Maßnahmen. Die Themenschwerpunkte liegen im präventiven Bereich, im Krisenmanagement sowie in der Erarbeitung von langfristigen (Konflikt)-Lösungen. Relevante Themen bei Eltern sind unter anderem: Konflikte innerhalb der Familie, wachsender Leistungsdruck, Trennung und Scheidung, Fragen zur Erziehung, übersteigertes Konsumverhalten etc.

Bei Lehrern sind häufig Konflikte in den Klassen, drohende Verwahrlosung von Schülern und Mobbing wichtiges Thema. Die Schüler nehmen die Schulsozialarbeit bezüglich Streit mit anderen Schülern, fehlende Zukunftsperspektive, Stress mit den Eltern, schlechte Noten etc. in Anspruch.

Bei Einzelfällen mit Verdacht auf Tatsachen, die dem Katalog des §8a KJHG zugeteilt werden können, wird sehr sensibel vorgegangen. Hier gibt es festgelegte Kriterien des Martinhauses Kleintobel und des Jugendamtes. Diese Fälle sind sehr aufwändig zu bearbeiten, da zumeist sehr viele Kooperationspartner beteiligt sind und es einem hohen Fingerspitzengefühl bedarf.

Wesentlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit als Schulsozialarbeiter ist das Gespräch. d.h. neben der Einzelfallarbeit sind viele sozialpädagogische Gespräche notwendig und sinnvoll. Schüler werden unter anderem in sozialpädagogischen Gesprächen darin unterstützt, zu ihren eigenen Deutungen ihrer Erlebnisse zu finden, mögliche vorhandene Bewertungen zu überprüfen, ihr Selbstbild zu verflüssigen und aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Darüber hinaus sind auch eindeutige, klare Rückmeldungen, Absprachen und kooperative Gespräche mit Kinder und Jugendlichen, Lernenden, Beratungssuchenden und andere Klienten bzw. Kooperationspartnern von großer Bedeutung.

Im engen Zusammenhang mit der Einzelfallhilfe ist die Tätigkeit der Mediation bzw. Streitschlichtung zu sehen. Sie setzt sich für eine Lösungsfindung bei Konflikten zwischen mehreren Konfliktparteien ein. Von der Lösung profitieren sollte dabei in erster Linie der Schüler/die Schülerin, denn Lösungen für Konflikte, die nicht den Schüler im Fokus haben, sind nicht Aufgabe der Schulsozialarbeit. Die Konflikte können reine Schülerkonflikte (Streitschlichtungen) sein. Aber auch familiäre Konflikte und schulbezogene Konflikte zwischen Lehrkräften und Schülern/Klassen oder zwischen Eltern und Lehrkräften sind Gegenstand der Mediation.

Weitere Informationen über die derzeitige Schulsozialarbeiterin, Frau Ute Bodenmüller. 

Frau Bodenmüller erfährt Unterstützung durch die derzeitige Beratungslehrerin, Frau Antje Bühler. Frau Bühler ist damit Nachfolgerin des langjährigen RSO-Beratungslehrers, Herrn Freisinger, der mit Ende des Schuljahres 2015/16 in den Ruhestand verabschiedet wurde.